Der Leitfaden zur perfekten Sitzordnung während einer Freien Trauung

Nach den 5 wichtigsten Elementen für eine perfekte Freie Trauung ist dieser Punkt wohl der sechstwichtigste - und häufig viel zu wenig beachtet: das Setting von Bühne und Sitzreihen während einer Hochzeitszeremonie.

Anordnung der Sitzplätze für die Gäste

Die Sitzreihen bestehen in der Regel aus zwei Blöcken. Dazwischen wird ein Durchgang freigehalten für Ein- und Auszug des Brautpaars. Das hat sich bewährt. Gut möglich, dass diese Anordnung von den Kirchen übernommen wurden wo die Kirchenbänke ja fixiert und drum bei Hochzeiten zwingend übernommen werden mussten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ich empfehle meistens auch diese Bestuhlungsart.

Manchmal bieten sich aber auch nette Alternativen an. Zum Beispiel ist es möglich - und je nach Location sogar zwingend vorgegeben - dass das Brautpaar von der gegenüberliegenden Seite her zur Bühne schreitet. In diesem Fall macht es Sinn, auf den Gang zu verzichten - schliesslich sind die Mitteplätze ja auch die attraktivsten. Stattdessen lässt man die Hochzeitsgäste links und rechts dem Bestuhlungsblock entlang zu ihren Plätzen schreiten.

Ob man Stühle oder Bänke nimmt, ist Geschmacksache. In der Regel werden Stühle bevorzugt, da diese bequemer sind. Manchmal sind aber bereits Festbänke an der Location vorhanden, sodass es eine Budgetfrage ist ob man auf diese verzichten will und stattdessen Stühle ordert. Festbänke geben optisch nicht viel her, aber sobald man weisse Laken drüberlegt und an den Seiten ein klein wenig schmückt (mit Blumen, Ballons oder Herzen), fällt das nicht mehr auf.

 

Anordnung der Bühne

Bei religiösen Trauungen wendet sich das Brautpaar zumeist von den Gästen ab um sich Richtung Altar - also Gott - zuzuwenden. Denn natürlich sind die Gäste nicht gekommen um die Rücken des Brautpaars zu sehen. Bei einer Freien Trauung ist das zum Glück sowieso kein Problem. Da kann man sich voll an den Interessen und Wünschen der Menschen orientieren. Dass die Gäste nur den Rücken des Brautpaars zu sehen bekommen, wäre wohl einer der grössten Stimmungskiller überhaupt.

 

Doch das Brautpaar frontal zu den Gästen zu platzieren, ist ebenfalls nicht ideal. Die meisten Brautpaare fühlen sich unwohl dabei, weil sie sich ein wenig ausgestellt vorkommen. Drum empfehle ich das, was wir von zeremoniar.ch “Dreiecksanordung" nennen.

 

Dabei werden die Stühle das Brautpaars leicht seitlich platziert, der Zeremonienleiter stellt sich ein paar Meter neben dem Brautpaar auf. Die Stühle des Brautpaars sind weder voll auf die Gäste, noch voll auf den Zeremonienleiter ausgerichtet, sondern werden im 45-Grad-Winkel platziert, sodass das Paar einen gleichermassen guten Blick auf die Gäste und den Zeremonienleiter hat. So können alle alle ansehen - und die Emotionen können sich entfalten. Zwar ist der Zeremonientext der allerwichtigste Aspekt um Gefühle zu wecken, aber der direkte Blickkontakt wirkt als perfekter Verstärker. Das macht dem Zeremonienleiter die Arbeit leichter und die Trauung schöner.

 

Falls während der Trauung Live-Musik geplant ist, stellt man diese quasi in den Rücken des Zeremonienleiters, sodass der Zeremonienleiter die zentrale Position auf der Bühne einnimmt. Denn so kann der Zeremoniar während den Musikpausen einfach zwei, drei Schritte zurückgehen und das Brautpaar hat plötzlich - auf ganz elegante Weise - freien Blick auf die Musiker.