Beobachter-Artikel "Ritualbegleiter als Alternative"

Der 'Beobachter', die renommierte Schweizer Konsumenten- und Beratungszeitschrift, hat mich zurate gezogen um ihren Lesern Tipps zu geben, worauf bei der Wahl eines freien Zeremonienleiters zu beachten ist.

Abschrift

Sie suchen eine etwas andere Feier? Zeremoniar Daniel Stricker aus Tobel TG über Trauungen, Reden - und Honorare.


Suche

Eine erste Übersicht bietet www.zeremonienleiter.ch. Hier finden sich Angebote für Trauungen, Hochzeitsjubiläen, Partnerschaftssegnungen, freie Taufen, Namensgebungsfeiern oder Naturbestattungen. Wichtige Punkte beim Stöbern: Ist die Website professionell gestaltet und auf dem neusten Stand? Ist die Sprache präzis oder ausufernd, kitschig, welterklärerisch?


Auswahl

Wenn ein Anbieter oder eine Anbieterin sympathisch und kompetent erscheint, rufen Sie am besten an und lassen sich das Angebot erklären. “Da merkt man schnell, ob jemand für seine Arbeit brennt und man das Heu auf der gleichen Bühne hat”, sagt Zeremoniar Daniel Stricker. Fragen Sie auch Freunde und Bekannte, wen sie empfehlen würden. Wer in dieser Nische hauptberuflich bestehen kann, hat zufriedene Kunden, die gern Empfehlungen abgeben.


Anforderungen

Zeremonienleiter sollten gute Zuhörer und gute Autoren sein. sie verwenden nicht einfach Vorgefertigtes, sondern gestalten Feiern nach den Vorstellungen der Kunden. Die Geschichte, die Interessen und Leidenschaften des Brautpaars, der Eltern oder des Verstorbenen sollten im Zentrum stehen. Oft wünschen sich Kunden, dass etwa bei einer religionsneutralen Abdankung neben der Ritualbegleiter ein kirchlicher Vertreter ein paar Worte spricht. Solchen Wünschen sollte entsprochen werden.


Hintergrund

Viele Ritualbegleiter haben einen theologischen Werdegang. Für Daniel Stricker ist das aber kein ausschlaggebendes Kriterium. Für gute Reden und Reflexionen sei vielmehr literarische Bildung hilfreich, was geistliche Schriften meist einschliesse.


Kosten

Zeremonienleiter sind frei in ihrer Preisgestaltung. Nebenberufler verlangen 500 bis 1000 Franken, Profis kosten zwischen 1400 und 2400 Franken. Vorsicht: Einige Ritualbegleiter veranschlage ein Fixum und rechnen dann noch Kilometerkosten und Ähnliches dazu, was das Ganze intransparent macht. Zuverlässiger sind Pauschalen als Offerte: So gibt es keine bösen Überraschungen.