Eine Abschiedsfeier zu Lebzeiten bringt die Liebsten noch einmal zusammen um ihre gemeinsame Zeit noch ein Mal zu feiern.

Eine Abschiedsfeier zu Lebzeiten bringt die Liebsten noch einmal zusammen um ihre gemeinsame Zeit noch ein Mal zu feiern.

"Warum erst feiern, wenn es zu spät ist?", fragen sich manche Menschen, die ihre eigene Endlichkeit vor Augen haben.

Manchmal werden Menschen an ihrem Lebensabend oder auch mitten im Leben mit erschreckend genauen, niederschmetternden Prognosen konfrontiert. In manchen Fällen wissen Menschen, dass die Krankheit ihr Gedächtnis und Denkvermögen in einer Weise beeinträchtigen wird, dass sie selbst ihre Nächsten kaum mehr wiedererkennen werden. Oder sie erfahren von ihrem baldigen Tod. In dieser schwierigen und schweren Zeit fassen manche Menschen den Entschluss, dass sie mit ihren Verwandten und engsten Freunden, die ihr Leben prägten und bereicherten, noch einmal feiern möchten. Um die schönen gemeinsamen Erlebnisse hochleben zu lassen - und um Abschied zu nehmen. Abschiedsfeiern zu Lebzeiten sind fröhlich und traurig zugleich, sie bringen die Menschen zum Lachen und zum Weinen. Und es kann geschehen, dass kranke Menschen und ihre Nächsten auf diesem schweren Weg erkennen, dass dem Tod langsam entgegenzugehen zwar bisweilen fast übermenschliche Kraft erfordert, aber auch ein Geschenk und unglaublich wertvoll sein kann, weil es dem Betroffenen erlaubt, bewusst Abschied zu nehmen und mit sich und den Nahestehenden ins Reine zu kommen.

Ein Zeremoniar kann mit seinem Beitrag die gemeinsame Vergangenheit der Versammelten wieder aufleben lassen. Er kann ihnen nochmals das grosse Glück vor Augen führen, dass sie einen guten Teil ihres Lebens miteinander verbringen konnten.

Der Zeremoniar bespricht den genauen Ablauf der Zeremonie mit dem Gefeierten selbst oder mit einem Angehörigen, der die Organisation des Anlasses übernimmt.